Was ist eine Content-Strategie — und warum brauchen Sie eine?
Die meisten Unternehmen produzieren Inhalte. Nur wenige haben eine Strategie dahinter. Der Unterschied entscheidet, ob Content überhaupt etwas bringt.
„Wir posten doch schon regelmäßig" höre ich oft, wenn ich nach der Content-Strategie eines Unternehmens frage. Regelmäßiges Posten ist aber keine Strategie, sondern nur Aktivität. Eine Strategie beantwortet vorher drei Fragen: Wen wollen Sie erreichen, mit welchem Ziel, und woran erkennen Sie, ob es funktioniert hat?
Ohne diese drei Antworten entsteht meistens ein bisschen von allem — ein Blogartikel hier, ein Social-Media-Post dort, ohne erkennbaren roten Faden. Das kostet Zeit und bringt selten messbare Ergebnisse, weil niemand definiert hat, was „Ergebnis" in diesem Fall überhaupt bedeutet.
Wie eine Strategie in der Praxis aussieht
Für die meisten kleineren Unternehmen reicht ein simples Grundgerüst: drei bis fünf Kernthemen, zu denen regelmäßig Inhalte entstehen, eine klare Zielgruppe pro Thema, und ein realistischer Rhythmus, den man auch über Monate durchhält. Lieber ein Artikel im Monat, der zur Strategie passt, als vier Artikel, die aus dem Bauch heraus entstanden sind und in keine erkennbare Richtung zeigen.
Der eigentliche Wert einer Strategie zeigt sich erst nach einigen Monaten — wenn Suchmaschinen und Leser anfangen, ein Unternehmen mit einem bestimmten Thema zu verbinden. Das passiert nicht durch Zufall, sondern weil konsequent an derselben Stelle gebohrt wurde.